1. Desinfektion durch Oxidation und Dissoziation
Hypochlorige Säure (HOCl) dringt in Mikroorganismen ein und oxidiert Zellwände, Enzyme sowie DNA-Strukturen.
Diese Reaktion führt zur Zerstörung der Zellfunktion und zum Absterben der Erreger.
Der Prozess ist schnell und zuverlässig, was eine kontinuierliche Wasserqualität gewährleistet.
2. Bildung chlorhaltiger Nebenprodukte
Bei Reaktionen mit organischen Stoffen entstehen Chloramine, die flüchtig sind und den typischen chlorigen Geruch verursachen.
Weiterhin können trihalogenmethanische Verbindungen wie Chloroform gebildet werden, welche potenziell gesundheitsschädlich sind.
Die Kontrolle dieser Nebenprodukte ist essenziell für die Sicherheit und den Komfort im Schwimmbad.
3. Einfluss von pH-Wert auf die Wasserchemie
Ein zu niedriger pH-Wert im Wasser kann die Wirksamkeit des Chlors erhöhen, während ein zu hoher pH-Wert die Desinfektionswirkung schwächt. Daher ist eine regelmäßige Überwachung und Anpassung des pH-Werts notwendig, um optimale Bedingungen für die Chlorwirkung zu schaffen.
4. Stabilität bei unterschiedlichen Umweltbedingungen
Chlor ist bei pH-Werten zwischen 6.8 und 7.6 sehr effektiv.
In kühlem Wasser bleibt es länger stabil; bei hohen Temperaturen oder UV-Licht zerfällt es schneller.
Sonneneinstrahlung beschleunigt den Abbau durch UV-Strahlen, weshalb in Außenanlagen oft Stabilisatoren wie ACO eingesetzt werden.